Verteidigungskräfte Mitte des 18. Jahrhunderts auf Helgoland: Schlagkräftige, zackige Truppe?

1805: Friedensbruch zwischen England und Dänemark (1807) naht. Abb. gemeinfrei

1805: Friedensbruch zwischen England und Dänemark (1807) naht. Abb. gemeinfrei

In der neuen Folge aus „Geschichte und Geschichten der Insel Helgoland“ von OTTO-ERWIN HORNSMANN, „Verteidigungsbereitschaft der Insel in unruhigen Zeiten“, wird der Leser kaum umhinkommen, schmunzelnd an die Lage der deutschen Verteidigungskräfte HEUTE zu denken. Dort soll es ja an allen Ecken und Enden mit der Ausstattung hapern. Das war im 18. Jahrhundert auf Helgoland ähnlich.

Um dem angesichts unruhiger politischer Zustände in Europa Abhilfe zu schaffen, erließ der dänische König 1805 eine Landwehr-Verordnung für Helgoland. Darin wurden die Insel verpflichtet bestimmte Truppen bereitzustellen, wobei die Soldaten keinen Sold erhielten und für ein uniformähnliches Gewand selbst aufkommen mussten. ANDREAS BUBROWSKI

Trauer um Erich-Nummel Krüss


Helgoland – 120 Jahre deutsch (2): Museum Helgoland – Alltag der Fischer

Am 10. April 2018 ist Erich-Nummel Krüss nach kurzer schwerer Krankheit von uns gegangen. Erich-Nummel, wie ihn alle Helgoländer liebevoll nennen, ist untrennbar verbunden mit dem Aufbau und dem Betrieb des Museums Helgoland. Viele Exponate des Museums stammen von ihm persönlich und wurden im Rahmen seiner Tätigkeit im Förderverein Museum Helgoland entsprechend für die Dauerausstellung restauriert. Weiterlesen

20. November 1612: erste registrierte Strandung vor Helgoland

Auf dem Weg von Amsterdam anch Bremen geriet am 20. November 1612 eine Schmacke in einen Sturm und strandete vor Helgoland – die erste registrierte Strandung in der Geschichte der Insel. Im Landesarchiv Schleswig-Holstein findet sich dazu ein Bericht des Landvogtes. Die geborgenen Gegenstände wurden genau registriert. Die Verteilung erfolgte gemäß Strandrecht nach einem genau festgelegten Schlüssel. Mehr Details dazu in der der aktuellen Folge der Serie STRANDUNGEN BEI DER INSEL HELGOLAND, basierend auf einen Vortrag von Max Arnold.

Rechtsprechung unter dänischer Herrschaft

Regent von Dänemark und Norwegen von 1746 bis 1766: Friedrich V.. Abb. gemeinfrei

In der aktuellen Folge aus „Geschichte und Geschichten der Insel Helgoland“ von OTTO-ERWIN HORNSMANN, „Rechtsprechung auf Helgoland: drastische Urteilssprüche“, erhält der Leser Einblick in die Rechtsprechung des noch zu Dänemark gehörenden Helgoland.

Hier ein Auszug:

Im Jahre 1751 erging ein Urteil gegen einen Übeltäter, der seine Schwiegermutter „vor eine Diebin“ gescholten und ihr dazu braun blau gekniffen und gestoßen, die Kinder aus den Betten bey den Haaren gezogen und Mutter und Kinder umzubringen gedrohet, dass Beklagter die verübte Frevelthat zu büßen, 3 Tage im Thor mit aufgestreckter Hand und ein Schild auf der Brust und zwar täglich 2 Stunden, sodann 30 Schläge täglich haben und sodann ausserdem 8 Tage auf Wasser und Brot sitzen und die Kosten des Verfahrens erlegen soll.

Download-Angebot für Familienforscher

St. Nicolai-Kirche, Helgoland, historische Darstellung. Grafik: Förderverein Museum Helgoland

Auf Helgoland-Genealogie steht ab sofort ein kostenfreies Donwload-Angebot für interessierte Familienforscher zur Verfügung: Das Totenregister von Helgoland von 1764 bis 1822. Wer in dem Dokument im Format PDF blättert wird auf 243 Seiten mehr als 200 Jahre zurück auf Zeitreise geschickt. Weiterlesen