Archiv des Autors: museumsverein

Rechtsprechung unter dänischer Herrschaft

Regent von Dänemark und Norwegen von 1746 bis 1766: Friedrich V.. Abb. gemeinfrei

In der aktuellen Folge aus „Geschichte und Geschichten der Insel Helgoland“ von OTTO-ERWIN HORNSMANN, „Rechtsprechung auf Helgoland: drastische Urteilssprüche“, erhält der Leser Einblick in die Rechtsprechung des noch zu Dänemark gehörenden Helgoland.

Hier ein Auszug:

Im Jahre 1751 erging ein Urteil gegen einen Übeltäter, der seine Schwiegermutter „vor eine Diebin“ gescholten und ihr dazu braun blau gekniffen und gestoßen, die Kinder aus den Betten bey den Haaren gezogen und Mutter und Kinder umzubringen gedrohet, dass Beklagter die verübte Frevelthat zu büßen, 3 Tage im Thor mit aufgestreckter Hand und ein Schild auf der Brust und zwar täglich 2 Stunden, sodann 30 Schläge täglich haben und sodann ausserdem 8 Tage auf Wasser und Brot sitzen und die Kosten des Verfahrens erlegen soll.

Download-Angebot für Familienforscher

St. Nicolai-Kirche, Helgoland, historische Darstellung. Grafik: Förderverein Museum Helgoland

Auf Helgoland-Genealogie steht ab sofort ein kostenfreies Donwload-Angebot für interessierte Familienforscher zur Verfügung: Das Totenregister von Helgoland von 1764 bis 1822. Wer in dem Dokument im Format PDF blättert wird auf 243 Seiten mehr als 200 Jahre zurück auf Zeitreise geschickt. Weiterlesen

Bescheidener Wohlstand und hohe Kindersterblichkeit

Westklippe, zeitgenössische Darstellung. Grafik: Förderverein Museum Helgoland

In der aktuellen Folge aus „Geschichte und Geschichten der Insel Helgoland“ von OTTO-ERWIN HORNSMANN, „Die letzten Jahrzehnte der dänischen Periode Helgolands“, wird der Leser auf die Anfänge eines Sozialsystems der Zivilgesellschaft von Helgoland hingewiesen. Weiterlesen

Helgoländer zahlen für den Zweiten Weltkrieg – bis heute

Es herrscht das Narrativ vor, dass die versuchte Sprengung von Helgoland durch den Big Bang, am 18. April 1947, einerseits in Wirklichkeit eine gerechtfertigte Sprengung von Militäranlagen des Ex-Nazi-Deutschlands und andererseits zugleich eine gerechte Strafe für die Deutschen im Allgemeinen für im Zweiten Weltkrieg begangene Kriegsgräuel war. Doch es stimmt nicht, dass es nur um Militäranlagen ging. Nichts Geringers als die Vernichtung der Insel war das erklärte Ziel, wie Erich-Nummel Krüss in seinem aktuellen Artikel Vor 70 Jahren: am 18. April 1947 schien das Schicksal Helgolands besiegelt beschreibt. Weiterlesen