Helgoländisch – Dialekt? Geheimsprache? Muttersprache?

CD-Cover: Wi lear Halunder, Helgoländisches Lehrbuch. Abb.: Förderverein Museum Helgoland

CD-Cover: Wi lear Halunder, Helgoländisches Lehrbuch. Abb.: Förderverein Museum Helgoland

Wer mehr als nur einen Tagesausflug lang auf Helgoland weilt, dem werden in der Zeit vor dem Ansturm der Tagestouristen, am Vormittag, und nach deren Verschwinden auf den Fährschiffen am Horizont nachmittags sehr wahrscheinlich Einheimische auffallen. Vor allem deshalb, weil dem Gast vom Festland ungewöhnliche Klänge zu Ohren kommen wenn sich diese unterhalten.

Zweite Muttersprache der Helgoländer

Anders als der Unkundige vermuten mag, ist die verwendete Sprache weder norddeutscher Dialekt noch Geheimsprache, sondern neben Hochdeutsch zweite Muttersprache der Helgoländer. Die offizielle Bezeichnung: Inselfriesisch. Wen es reizt, das eine oder andere Bruchstück einer Unterhaltung zweier Helgoländer „heimlich“ verstehen zu können, der wird am Inselfriesisch-Lehrbuch Wi lear Halunder von Mina Borchert und Nils Arhammar viel Freude und Kurzweil finden. ANDREAS BUBROWSKI