Rechtsprechung unter dänischer Herrschaft

Regent von Dänemark und Norwegen von 1746 bis 1766: Friedrich V.. Abb. gemeinfrei

In der aktuellen Folge aus „Geschichte und Geschichten der Insel Helgoland“ von OTTO-ERWIN HORNSMANN, „Rechtsprechung auf Helgoland: drastische Urteilssprüche“, erhält der Leser Einblick in die Rechtsprechung des noch zu Dänemark gehörenden Helgoland.

Hier ein Auszug:

Im Jahre 1751 erging ein Urteil gegen einen Übeltäter, der seine Schwiegermutter „vor eine Diebin“ gescholten und ihr dazu braun blau gekniffen und gestoßen, die Kinder aus den Betten bey den Haaren gezogen und Mutter und Kinder umzubringen gedrohet, dass Beklagter die verübte Frevelthat zu büßen, 3 Tage im Thor mit aufgestreckter Hand und ein Schild auf der Brust und zwar täglich 2 Stunden, sodann 30 Schläge täglich haben und sodann ausserdem 8 Tage auf Wasser und Brot sitzen und die Kosten des Verfahrens erlegen soll.