Förderverein

Entstehung des Museums Helgoland
durch den Förderverein Museum Helgoland e. V.

1981

11.Oktober: Unter dem Motto „Helgoland braucht ein Museum!“ Gründung des „Vereins zur Wiedererrichtung des früheren Nordseemuseums“

1984

… entsteht daraus zusammen mit dem Verein die Gründung der „Stiftung Nordseemuseum Helgoland“ unter Beteiligung des Landes Schleswig-Holstein, dem Kreis Pinneberg, der Gemeinde Helgoland und des Vereins für die Geschichte und Kultur der Deutschen Bucht. Erster Vorsitzender ist Werner Stichtenoth.

Museum Helgoland in der Nordeseehalle.

Museum Helgoland in der Nordeseehalle.

1996

Mit Zustimmung aller Beteiligten wird eine „Museumswerkstatt“ als Vorläufer des Museums eingerichtet. Nach 15 Jahren beginnt nun der Auf- und Ausbau zu einem neuen Museum unter einem hauptverantwortlichen Leiter.

1997

Der Verein erhält nun den Namen „Förderverein Museum Helgoland e.V.“ und er unterstützt die „Stiftung Nordseemuseum Helgoland“ mit allen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln. Es werden zwei Hummerbuden am Binnenhafen erworben um präsent zu sein. Zusammen mit dem Helgoländer Standesamt werden hier Trauungen vollzogen, die sich in den nachfolgenden Jahren mit jährlich ca.120 Hochzeiten einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen.

1998

Das Museum kann mit einigen wenigen Exponaten ausgestattet zunächst eröffnet werden.

1999

…ist die Finanzierung nicht mehr gesichert. Der hauptamtliche Leiter muss entlassen und das Museum im Jahr 2000 geschlossen werden.

Seit 2006: Hummerbuden-Zeile im Außenbereich des Museums Helgoland.

Seit 2006: Hummerbuden-Zeile im Außenbereich des Museums Helgoland.

2000

Der Förderverein Museum Helgoland e. V. bietet der Stiftung Nordsee-Museum Helgoland an, das Museum ein Jahr probeweise in eigener Regie zu führen. Es findet sich eine kleine Crew von ehrenamtlichen Mitarbeitern dafür zusammen. Das Museum wird neu gestaltet. Viele Exponate werden erschaffen, Schiffsmodelle erworben oder frei zur Verfügung gestellt, um dem neuen Motto „Arbeit und Leben auf Helgoland“ ein Gesicht zu geben.

2001

Als Finanzierungsgrundlage werden die Bunkerführungen der Gemeinde Helgoland abgerungen und mit ins Programm genommen, wie auch Filmabende, Vorträge, Lesungen u.a. das Angebot und die Einnahmen vergrößern sollen.

2002

Anlässlich des Besuchs der Ministerpräsidentin Heide Simonis zum 50. Jahrestag der Freigabe Helgolands zeigt sie sich begeistert von den Ausstellungsräumen. Nach einigen zähen Verhandlungen kann die Fossiliensammlung Stühmer gegen die Zahlung einer erschwinglichen Summe für das Helgoländer Museum erhalten werden.

2003

Neben dem Museumsbetrieb gewinnt der Museums-Shop als zusätzliche Einnahmequelle immer mehr an Bedeutung. Vor allem weil mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter sich schriftstellerisch betätigen und die Honorare in die Fördervereinskasse fließen lassen. So entstehen unter dem Namen des Fördervereins folgende Bücher:

Erich-Nummel Krüss:

  • „Die Chronologie Helgolands“
  • „Fischer – Schiffer – Lotsen“
  • „Die Inselfestung“

Max Arnold:

  • „Schiffsunglücke vor Helgoland“
  • „Helgoländer Lotswesen“

Astrid Friederichs

  • „Wir wollten Helgoland retten“

O. E. Hornsmann:

  • „Geschichte und Geschichten der Insel Helgoland“

Foto-CDs:

  • „120 Jahre deutsches Helgoland“
  • „Straßenszenen“
  • „Historisches Helgoland“
  • „Alt-Helgoland in 2260 Bildern“
2009: Zwei Hummerbudenzeilen mit insgesamt 10 Buden von einem Leuchtturm überwacht.

2009: Zwei Hummerbudenzeilen mit insgesamt 10 Buden von einem Leuchtturm überwacht.

2004

Ein Glücksfall ergibt sich durch die Wiederentdeckung der Fotoplatten unseres Helgoländer Hoffotografen Franz Schensky, dessen Fundus von ca. 1.400 Bildern dem Förderverein übereignet wird und mit Hilfe von Sponsoren aufgearbeitet werden kann.

2006

Im Außenbereich des Museums wird ein Museumshof mit einer Hummerbudenzeile geplant, um zusätzliche Räume für thematische Ausstellungen zu bekommen.

2007

Anlässlich des 50. Todestages von Franz Schensky findet eine ganzjährige Retrospektive seiner Fotos statt. Im April eröffnet der Landtagspräsident im Kieler Landeshaus das Gedenkjahr mit 50 ausgewählten Bilddokumenten. Im Mai erster Teil der Schensky-Ausstellung im Museum Helgoland. Im August der zweite Teil. Im September besuchen 300 geladene Gäste das Haus der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin, um sich Franz Schenskys Fotos anzuschauen. Im Oktober findet man Schensky – hauptsächlich Segel-Fotos – auf einem Messestand auf der „Hanseboot“ in Hamburg.

Die Biologische Anstalt Helgoland erhält vom Förderverein zahlreiche Aquarium-Fotos als Dauerleihgaben.

Im September können auf dem neu gestalteten Museumshof zwei Hummerbuden für Ausstellungen über unseren Helgoländer Kinderbuch-Autor James Krüss eröffnet werden, in denen sein Leben und seine großartigen schriftstellerischen Leistungen ausführlich gewürdigt werden.

2008

Der Dokumentarfilm „Der Mann in der Brandung“, vom Förderverein im Jahre 2005 an Dr. Wilhelm Rösing in Auftrag gegeben, wird im Museum Helgoland uraufgeführt. Im Oktober kann das Museum für das Jahr 2008 den 10.000 Besucher begrüßen.

2009

Der Museumshof ist komplett: Zwei Hummerbudenzeilen mit insgesamt 10 Buden umsäumen den Platz, der von einem Leuchtturm überwacht wird.

2010 – der Förderverein Museum Helgoland e. V.
initiierte das Verlegen von Stolpersteinen

2010

Vom Förderverein initiiert werden am 18. April sechs Stolpersteine für die Opfer des Helgoländer Widerstandes verlegt. Grundlage ist das Buch „Wir wollten Helgoland retten“ von Astrid Friederichs.

2011

Nachdem das Lehrbuch „Wi lear Halunder“ mit 600 Exemplaren neu aufgelegt und an das Museum gespendet wird und Dr. Wilhelm Rösing den Auftrag erhält ein Buch über das Lebenswerk Franz Schenskys zu schreiben, gibt der Förderverein Museum Helgoland e. V. die Leitung des Museum Helgoland nach zwölf erfolgreichen kreativen Jahren an die Stiftung Nordseemuseum Helgoland zurück.

Mit einem Bundesverdienstkreuz und zwei Ehrungen zu „verdienten Bürgern“ von drei führenden Mitgliedern kann der Förderverein mit Stolz auf seine geleistete Arbeit zurückblicken.

Mai 2015: Der Multitouch-Screen ist einsatzbereit

2012

…wird bekannt, dass man in Berlin ein Steinkistengrab wiederfand, welche im Jahr 1893 auf Helgoland entdeckt und geöffnet wurde. Um eine Replik davon herstellen zu können, schiebt der Förderverein dieses Projekt durch finanzielle Mittel mit an.

2013

Es wird sich vermehrt auf den Museumsshop in der Hummerbude am Binnenhafen konzentriert, so dass sich dort die Umsätze steigern können. Es wird beschlossen, die Einnahmen mehrheitlich für ein modernes Multimedia-Gerä mit Touch-Screen auszugeben, auf dem man das alte Helgoland vor seiner Zerstörung anschauen kann.

2014

Die Replik des Steinkistengrabs wird Realität. Mit großer Sponsorenhilfe kann der Nachbau des Grabes frühzeitig fertig gestellt und auf dem Museumshof dem Publikum präsentiert werden.

2015

Das Werk „Franz Schensky – Der Fotograf und das Meer“ von Dr. Wilhelm Rösing wird vom Wachholtz-Verlag ausgeliefert und im Museum dem interessierten Publikum vorgestellt. Die Gesamtkosten trägt der Verein.

Der Multitouch-Screen ist im Mai einsatzbereit. Auf drei Ebenen kann man sich Häuser, Straßen und andere Ansichten der Insel um 1938 ansehen. Auch diese Kosten von ca. 20.000 Euro werden vom Förderverein bezahlt. Eine DVD „Historisches Helgoland“ mit diesen Ansichten wird zusätzlich angeboten. Außerdem wird zum Jubiläumsjahr eine neue, vertonte Doppel-DVD mit dem Titel „125 Jahre deutsches Helgoland“ herausgebracht.

2016

Wie in den vorhergehenden Jahren, unterstützt der Verein das Museum mit finanziellen Zuwendungen (etwa 8.000 Euro), die zweckgebunden für Archivarbeiten gedacht sind. Zusätzlich wird dem Rowohlt-Verlag ein Druckkostenzuschuss über 10.000 Euro für ein Buch über Helgoland in der Literatur von Pastor Eckhart Wallmann gewährt. Ein Modell der legendären „Rudolf“ wurde in Auftrag gegeben und kann ab Juni im Museum besichtigt werden.

2017

Aus Personalgründen kann der Museumsshop in der Förderverein-Hummerbude nicht mehr betrieben werden, ein bedeutender Einnahmeverlust für den Verein. Trotzdem konnte neben dem Museumszuschuss noch ein Bäderschiffsmodell in Auftrag gegeben werden. Im Oktober wird Pastor Wallmanns Buch veröffentlicht.

Zur Zeit besteht der Verein aus über 200 Mitgliedern.

ERICH-NUMMEL KRÜSS (Juli 2017)